Social Media selber machen oder auslagern? Was sich für KMU wirklich lohnt
Social Media selbst betreuen oder auslagern? Erfahre, wann sich externe Unterstützung für KMU lohnt und welche Aufgaben du sinnvoll abgeben kannst.
Social Media selbst machen oder auslagern? Für viele kleinere Unternehmen ist die Antwort nicht so eindeutig, wie sie zuerst scheint.
Denn zwischen „Wir machen alles selbst" und „Wir geben Social Media komplett ab" gibt es ziemlich viel dazwischen.
Vielleicht hast du intern jemanden, der gerne Content produziert, aber es fehlt an einer klaren Strategie. Vielleicht sind genügend Ideen vorhanden, aber niemand hat Zeit, sie umzusetzen. Oder Social Media steht seit Monaten auf der To-do-Liste und wird trotzdem immer wieder verschoben.
Bevor du also entscheidest, ob du Social Media auslagern solltest, lohnt sich eine andere Frage:
Was funktioniert intern bereits gut – und wo hängt es immer wieder?
Kurz gesagt
Sollte ich Social Media auslagern?
Social Media auszulagern lohnt sich vor allem dann, wenn intern Zeit, Know-how oder ein klarer Prozess fehlen und dadurch über längere Zeit kaum oder inkonsistent kommuniziert wird.
Das bedeutet aber nicht automatisch, dass du deine komplette Social-Media-Präsenz abgeben musst. Oft ist eine Kombination sinnvoller: Strategie, Contentplanung oder Content Creation werden extern unterstützt, während beispielsweise Publishing und Community Management intern bleiben.
Wann lohnt es sich, Social Media selbst zu machen?
Social Media intern zu betreuen kann sehr gut funktionieren.
Vor allem dann, wenn jemand im Unternehmen:
- genügend Zeit dafür hat
- das Unternehmen und die Zielgruppe gut kennt
- gerne Content erstellt
- regelmässig Zugang zu relevanten Geschichten und Einblicken hat
- grundlegendes Wissen über die jeweiligen Plattformen besitzt
- Social Media tatsächlich als Aufgabe eingeplant hat
Der letzte Punkt ist wichtiger, als er klingt.
Denn häufig lautet die Lösung intern:
„Das macht jemand noch nebenbei."
Und genau dieses „nebenbei" wird irgendwann zum Problem.
Wenn Kundentermine, Projekte oder das Tagesgeschäft wichtiger werden, fällt Social Media als Erstes weg.
Nicht unbedingt, weil Ideen fehlen – sondern weil niemand wirklich dafür verantwortlich ist.
Wann sollte ich Social Media auslagern?
Es gibt einige typische Situationen, in denen externe Unterstützung sinnvoll sein kann.
Social Media wird ständig verschoben
Du möchtest eigentlich regelmässig posten. Dann kommt ein Kundenprojekt dazwischen. Dann eine Deadline. Dann Ferien. Und plötzlich stammt der letzte Instagram-Post von vor sechs Wochen.
Wenn Social Media dauerhaft gegen wichtigere Aufgaben verliert, ist das weniger ein Kreativitätsproblem als ein Ressourcenproblem.
Es fehlen ständig Content-Ideen
„Was sollen wir diese Woche posten?"
Wenn diese Frage jede Woche wieder von vorne beginnt, fehlt meistens nicht einfach Inspiration. Oft fehlt eine klare Contentstruktur.
Mit definierten Themenbereichen und wiederkehrenden Formaten wird Contentplanung wesentlich einfacher.
In diesem Fall musst du Social Media möglicherweise gar nicht komplett auslagern. Eine Strategie und ein guter Contentplan können bereits reichen.
Ihr habt viel Material – aber macht nichts daraus
Fotos vom Team. Videos aus Projekten. Ein Event. Ein Kundenprojekt. Neue Produkte. Einblicke hinter die Kulissen.
Eigentlich wäre genügend Material vorhanden. Es bleibt nur irgendwo auf dem Smartphone oder in einem Ordner liegen.
Dann kann externe Content Creation oder Content-Aufbereitung sinnvoller sein als eine komplette Betreuung.
Der Auftritt wirkt nicht zusammenhängend
Die einzelnen Posts sind vielleicht völlig in Ordnung. Zusammen wirken sie aber wie fünf verschiedene Marken.
Das kann an Gestaltung, Bildsprache, Tonalität oder schlicht an einer fehlenden Contentstrategie liegen.
Hier kann ein Blick von aussen helfen, bevor noch mehr Content produziert wird.
Social Media kostet intern unverhältnismässig viel Zeit
Ein Reel, das extern vielleicht routiniert umgesetzt werden könnte, beschäftigt intern plötzlich drei Personen.
Jemand schreibt den Text. Jemand sucht Bilder. Jemand passt die Grafik an. Dann wird nochmals über die Caption diskutiert.
Und am Ende kostet ein vermeintlich „kostenlos selbst gemachter" Beitrag mehrere Arbeitsstunden.
Deshalb lohnt es sich, nicht nur externe Kosten anzuschauen. Auch interne Zeit kostet.
Was spricht dafür, Social Media intern zu behalten?
Nicht alles spricht fürs Outsourcing.
Interne Teams haben einen grossen Vorteil: Sie sind nah am Unternehmen.
Sie wissen, was gerade passiert, kennen Kund:innen, hören Gespräche mit und bekommen kleine Geschichten mit, die externe Personen gar nicht automatisch sehen.
Gerade für Behind-the-Scenes-Content, spontane Einblicke und persönliche Kommunikation kann das extrem wertvoll sein.
Deshalb muss das Ziel auch nicht sein, möglichst viel auszulagern.
Es geht darum, die Aufgaben extern abzudecken, die intern nicht sinnvoll funktionieren.
Muss ich Social Media komplett auslagern?
Nein. Gerade Zwischenlösungen können für viele KMU sinnvoll sein.
Strategie & Contentplan
Du möchtest Social Media selbst umsetzen, aber nicht jedes Mal überlegen müssen, was du posten sollst.
Extern werden Positionierung, Content-Pillars, Formate und ein konkreter Contentplan entwickelt. Danach produziert und veröffentlicht dein Unternehmen selbst.
Content Creation
Du weisst, was kommuniziert werden soll, aber Fotos, Videos, Reels oder Grafiken fehlen.
Dann kann gezielt die Produktion ausgelagert werden. Publishing und Community Management bleiben intern.
Planung & Content extern
Strategie, Contentplanung und Produktion werden extern unterstützt.
Kommentare, Nachrichten und der direkte Austausch mit der Community können weiterhin intern bleiben.
Laufende Betreuung
Wenn intern schlicht keine Kapazität vorhanden ist, können Strategie, Planung, Content Creation, Copywriting und Publishing umfassender extern betreut werden.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt weniger von der Unternehmensgrösse als von den vorhandenen Ressourcen ab.
Was ist günstiger: selber machen oder auslagern?
Auf den ersten Blick ist selber machen natürlich günstiger.
Die Rechnung ist aber nicht ganz so einfach.
Wenn eine Person im Unternehmen jede Woche mehrere Stunden für Ideenfindung, Gestaltung, Text, Abstimmung und Veröffentlichung benötigt, hat auch diese Zeit einen Wert.
Deshalb sollten zwei Dinge verglichen werden:
Externe Kosten – Was kostet professionelle Unterstützung?
Interne Kosten – Wie viele Arbeitsstunden werden aktuell für Social Media eingesetzt – und könnten diese Stunden an anderer Stelle sinnvoller genutzt werden?
Outsourcing muss deshalb nicht zwingend bedeuten, dass Social Media teurer wird. Es kann auch bedeuten, vorhandene Ressourcen anders einzusetzen.
Wie viel kostet es, Social Media auszulagern?
Das hängt davon ab, welche Aufgaben übernommen werden.
Eine strategische Beratung oder ein einmaliger Contentplan kostet entsprechend weniger als eine laufende Betreuung inklusive Content Creation, Reels, Copywriting und Publishing.
→ Was kostet Social Media Betreuung in der Schweiz?
5 Fragen, bevor du Social Media auslagerst
Was funktioniert bereits?
Vielleicht musst du gar nicht alles verändern.
Was bleibt ständig liegen?
Genau dort liegt häufig der sinnvollste Ansatzpunkt für externe Unterstützung.
Was machen wir gerne selbst?
Wenn jemand im Team gerne spontane Stories macht, gibt es keinen Grund, das zwingend auszulagern.
Was kostet uns intern am meisten Zeit?
Content Creation? Planung? Texte? Video? Publishing?
Was möchten wir mit Social Media überhaupt erreichen?
Mehr Sichtbarkeit ist ein Anfang – aber noch kein konkretes Ziel.
Je klarer du diese Fragen beantworten kannst, desto einfacher wird es, die passende Unterstützung zu finden.
Wie funktioniert das bei The Creative Edit?
Ich glaube nicht, dass jedes Unternehmen eine komplette Social-Media-Betreuung braucht.
Deshalb schaue ich bei einer Zusammenarbeit zuerst darauf, was bei dir bereits funktioniert.
Vielleicht brauchst du einen Contentplan, damit intern endlich Struktur entsteht.
Vielleicht möchtest du die Strategie selbst umsetzen, brauchst aber regelmässig Fotos, Videos oder Reels.
Oder du möchtest Social Media tatsächlich weitgehend abgeben.
Bei The Creative Edit können deshalb einzelne Bereiche genauso Teil einer Zusammenarbeit sein wie eine laufende Betreuung.
Das Ziel ist nicht, möglichst viel auszulagern – sondern genau das, was dich intern gerade ausbremst.
Social Media selbst machen oder auslagern: eine kleine Entscheidungshilfe
Mach Social Media eher selbst, wenn … du intern genügend Zeit und Know-how hast, regelmässig Content entstehen kann und die Umsetzung im Alltag zuverlässig funktioniert.
Hol dir punktuelle Unterstützung, wenn … du grundsätzlich selbst weitermachen möchtest, aber Strategie, Ideen, Content Creation oder ein funktionierender Prozess fehlen.
Eine laufende Betreuung kann sinnvoll sein, wenn … Social Media dauerhaft liegen bleibt, intern niemand wirklich verantwortlich ist oder die benötigte Produktion zu viele Ressourcen bindet.
Und wenn du irgendwo dazwischen liegst?
Das ist wahrscheinlich sogar der Normalfall.
Du weisst nicht, was du sinnvoll auslagern solltest?
Du musst vor einer Anfrage noch nicht wissen, ob du einen Contentplan, Content Creation oder eine komplette Betreuung brauchst. Zeig mir, wo du gerade stehst und was aktuell nicht funktioniert. Dann schauen wir gemeinsam, welche Unterstützung tatsächlich Sinn ergibt.
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